Verbandsliga

Rückblick 1. Mannschaft: Zittersaison endet mit Klassenerhalt

Nach einem 8. Platz zum Abschluß der Spielrunde 2017/18 war vielen klar, daß die Saison 2018/19 ein schwieriges Unterfangen wird. Den Abgängen von Torhüter Jan Spenger, Abwehrrecke Sebastian Spang sowie Mittelfeldakteur Dirk Schimmelpfennig  standen die jungen Neuzugänge Julien Orlandelli (22), Alessandro Tasca (19), Marco Criscenzo (18),  Julien Schoppen (29) sowie die beiden Keeper Tom Mordarka (19) und Alexandre Szkatulski (29) gegenüber. Die Vorbereitung verlief holprig und auch das Auftreten sowie die Ergebnisse in den Vorbereitungsspielen waren – auch wenn das nicht immer aussagekräftig ist – wenig erbauend.  Die „Baustellen“ kamen schnell zu Tage: die unerfahrenen Neuzugänge müssen sich im Aktivenbereich zunächst akklimatisieren, die Leistungsträger der vergangenen Jahre werden nicht jünger und die Integration neuer Spieler ist nicht einfach. Aber kaum jemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, wie dramatisch die Saison verlaufen sollte. Nach einem überraschenden 1:0-Auftakterfolg gegen den späteren Meister FV Bischmisheim setzte es drei Niederlagen in Folge und nach sechs Spieltagen fand man sich auf Platz 14 wieder. Auch im weiteren Verlauf gab es mehr Schatten als Licht und so ging man nach 18 von 30 Spieltagen auf dem 13. Tabellenplatz in die Winterpause. Die Zeichen standen nun auf Abstiegskampf! Mit der Rückkehr von Sebastian Rupp wollte man einerseits mehr Ruhe/ Ballsicherheit ins Mittelfeld bringen und somit andererseits die Abwehr entlasten, die oftmals dem gegnerischen Druck nicht standhalten konnte. Und dies, obwohl Neuzugang Tom Mordaka im Tor überragende Leistungen zeigte und insbesondere Marius Görgen als Turm im Defensivverbund stand. Aber man musste auch in der vorderen Offensive reagieren, denn man hatte mit die wenigsten Tore erzielt und war wenig durchschlagskräftig: so kehrte Michael Eiloff ins Team zurück, was sich als richtige Entscheidung herausstellen sollte, denn mit sieben Toren in elf Spielen landete er am Ende auf dem zweiten Platz der internen Liste (Tim Latz kam auf  neun Treffer). Beide Maßnahmen brachten zwar den gewünschten spielerischen Effekt, aber nicht die erforderlichen Siege. So gab es aus fünf Spielen nur einen Sieg, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Am 25. Spieltag ging es nach Losheim, wo man nach dreimaliger Führung in der 98. (!) Minute den Ausgleich kassierte. Was für ein Nackenschlag für das Team von Alexander Stamm, denn man landete somit auf Platz 14. Aber die Mannschaft, der man auf dem Platz zu keiner Zeit fehlenden Willen vorwerfen konnte, warf nochmal alles in die Waagschale und holte aus den letzten fünf Begegnungen (bei einem Remis und einer Niederlage) 3 Siege und zwar allesamt gegen unmittelbare Konkurrenten. Aber trotzdem reichte dies zunächst nicht, um den Klassenerhalt zu sichern: man war abhängig von Relegationsspielen (Reimsbach) bzw. -runden (Völklingen, Köllerbach), hatte aber immerhin drei Optionen. Dass es ausgerechnet mit der ersten Möglichkeit klappte , hat die Nerven zumindest in der Nachsaison ein wenig geschont.

Fazit: Es ging gerade noch einmal gut. Am Ende waren es neben dem eigenen Schlußspurt auch günstige Ergebnisse der Konkurrenz. Wer hätte beispielsweise gedacht, dass Überherrn am letzten Spieltag mit dem einzigen Sieg der gesamten Saison die Bouser noch hinter den SC bringt? Und wer hätte beim Relegationsspiel um den Saarlandligaaufstieg zehn Minuten vor Spielende bei einem 0:2 noch einen Pfifferling auf die Reimsbacher gesetzt? Sie drehten das Spiel in der 89. und siegten min 3:2, was den Klassererhalt der 1. Mannschaft bedeutete.

 

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