Unsere Zweite verliert verdient gegen den VfB Tünsdorf

VfB Tünsdorf 2 - 0 SC Großrosseln II SC 1910 Großrosseln e.V.
30 Mai 2018 - 19:00Dillingen (Kunstrasen Papiermühle)

Das Team von Trainer Jan Oberbillig begann sehr engagiert und spielte in der Anfangsphase beherzt nach vorne. Man schnürte Tünsdorf in der eigenen Hälfte praktisch ein und hatte in der Anfangsviertelstunde auch mehrere gute Torchancen. Wäre hier der Führungstreffer oder gar ein zweiter Treffer gelungen, so hätte das Spiel sicherlich einen ganz anderen Verlauf genommen. Wäre, hätte – uninteressant. Danach leistete man sich den ein oder anderen Schnitzer im Defensivverhalten, so dass die nicht gerade übermächtigen Tünsdorfer zu Gelegenheiten kamen. Nach einem kapitalen Bock in der Rossler Hintermannschaft gelang dem Gegner das 1:0 (31.). Auch wenn bis zur Halbzeit das Ergebnis Bestand hatte, waren die zahlreich mitgereisten Rossler Anhänger doch recht zuversichtlich, das Spiel noch drehen zu können. Mit dem Ausgleich – dachte man – würde das Spiel seinen Gang gehen.

Das trat aber nicht ein und dabei mussten sich die Tünsdörfer noch nicht einmal allzu anstrengen. Anstatt den Aufbau über die spielerischen und technischen Möglichkeiten zu gestalten, wo man wesentlich bessere Voraussetzungen als der Gegner hatte, wurde gefühlte 100 Mal der Ball lang nach vorne ins Abwehrzentrum geschlagen. Dort standen zwei ausgewachsene Abwehrrecken, die sich bestimmt noch Stunden nach Spielende darüber freuten, wie einfach es ihnen gemacht wurde. Wenn die Rossler Offensive über die Außenbahn spielte, kam stets Gefahr auf – wieso es nicht öfters versucht wurde, blieb allen Rossler Fans ein Rätsel. Trotzdem gab es einige gute bis sehr gute Chancen zum Ausgleich, die ungenutzt blieben. Der Fairness muss gesagt werden, dass auch Tünsdorf insbesondere in den letzten 20 Minuten die ein oder andere Kontergelegenheit hatte, um vorzeitig das Spiel zu entscheiden, was letztlich in der 80. Minute auch gelang.

Fazit: Da man zum Zeitpunkt des Spiels noch nicht von der Bedeutungslosigkeit der Partie ausgehen konnte, war man doch sehr enttäuscht. Man hatte das Spiel gegen einen beileibe nicht übermächtigen Gegner hergegeben. Aber es galt sportlich fair zu attestieren, dass der Gegner verdient gewonnen hatte, weil er aus seinen Möglichkeiten das Optimale herausgeholt hatte.

Aufstellung: Alexander Raith, Marvin Demmerle (80. Daniel Demmerle), Marc Wenner, Aaron Essner, Aaron Wollscheid, Tim Kiefer, Marc Schneider, Michael Eiloff, Dominik Jochum , Andy Brück (46. Raphael Baltes), Milad Bayat (70. Daniel Bund)

Tore: –